Samstag, 26. Juni 2010

Estudios de alta concentración y alta velocidad

Verano hat sich endgültig in Granada niedergelassen und ich habe  inzwischen gelernt, das Dilemma zwischen Sonnenlicht und Non-Calor in 
meinem Zimmer zugunsten einer halbwegs kühlen, wenn auch dunklen, 
Studienumgebung zu entscheiden. Meine Hausarbeiten sind fertig  geschrieben, das Examen in Instrucción hab ich más o menos glimpflich 
hinter mich gebracht, die letzte und für mich wichtigste Prüfung dräut am kommenden Montag. Alles lernt, außer Fernando im Nebenzimmer, der hat das meiste schon hinter sich und wartet dass ich auch endlich fertig werde damit er wieder laut Musik hören kann :)

Nungut, zugegeben, ich studiere nicht nur. Der spanische Examen- Studiumsrhythmus weicht nicht so sehr vom normalen Tagsablauf ab, bloß dass man die Tagesstunden statt in der Vorlesung im Selbststudium hinter geschlossenen Persianas (Rolläden) verbringt. Ich habe mich angepasst und meinen Lernplan recht weit gefasst, mit viele Lücken, um in den angenehm temperierten Abend- und Nachtstunden zu leben :) Nicht zuletzt müssen trotz Prüfungen Sonnwendfeiern (unsinnigerweise mit viel Wasserpritscheleien mitten in der Nacht und ohne Feuer), Geburtstage und auch schon die ersten Abschiede gefeiert werden. Außerdem fand letzte Woche das Filmfestival "Cines del Sur" statt, auf dem jeden Abend extravagante (=seltsame) Filme kostenlos in malerischer Umgebung gezeigt wurden, vor der Kulisse der Kathedrale und in einem Patio im Realejo, alles spätabends mit hübscher Beleuchtung.

Letzte Woche hat es mich außerdem nochmal mehrfach in die Umgebung der Stadt verschlagen. Mit dem von Fernando geliehenen Rad ging es nach  Santa Fé, einem verschlafenen Dorf etwa 15 Kilometer entfernt. Radfahren ist hier ein besonderes Abenteuer Außer den verrückten Guiris macht das keiner. Drum hat es auch keine Infrastruktur für sowas. Man hat also die Wahl zwischen steinigsten Staubstraßen voller baches (Schlaglöcher) oder dem nicht vorhandenen Randstreifen der Landstraße. In letzterem Fall läuft man außerdem Gefahr, dass man plötzlich unversehens auf der Autobahn fährt... stört zwar keinen, ist für meine Nerven aber etwas zu viel, also lieber Feldweg, sei der Sattel auch noch so hart. Die Belohnung dafür war eine durchweg sehr hübsche Strecke über Weizenfelder, durch Buchenforst und entlang eines auf den ersten Blick sehr einladenden Flusses (auf den zweiten Blick schreckte der ganze Müll doch etwas ab, da half aller Calor nichts, mich zum Baden zu bewegen). Und schließlich, in Santa Fé, die Piononos, oder in meinem Sprachgebrauch Pioneros, wo ich für solch ungewöhnliche Wörter doch immer etwas länger brauche, eine korrekte und stabile Repräsentation im LZG zu etablieren. Achja - der Leser(wenn er dem Text aufmerksamer folgt als ich es beim Schreiben bin) wird sich wundern, was sich hinter diesem geheimnisvollen Ausdruck verbirgt -es sind unglaublich pappige, fluffige kleine Küchlein, eine lokale  Spezialität. Nicht endlos lecker, aber ich könnte mich dran gewöhnen.

Und ein weiterer Trip hat mich letzte Woche zwei Tage lang in die Berge verschlagen. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, zumindest ein Stück der Grand Randonée durch die Sierra zu gehen, und das war eine gute Idee. Zwischen Lanjaron mit seinen leckeren Tostadas und der grusligen Burgruine und Órgiva, dem größten Dorf der Alpujarras, liegt ein besonders hübsches Stück Wanderweg mit allem Was man sich wünscht. Wilder Oleander, wilder Bach, wilde (und kultivierte) Olivenbäume, wilde (leider noch unreife) Feigen, wilde Felsen, enorm wildes Dornengestrüpp (ich wie immer in kurzen Hosen) und wilde Tiere (Ziegen, Schlangen, Schmetterlinge). Ein wirklich schöner Trip - als Beweis, véase las fotos.



Sonntag, 13. Juni 2010

De Calor y Gazpacho

Die Vorlesungen sind vorbei, auch die erste Prüfung ist schon bestanden (mit ocho-con-dos, 8,2; worauf man durchaus stolz sein kann). Die nächsten Prüfungen sind erst Ende Juni, so dass dazwischen Zeit war für eine kleine Reise. Erst ging es nach Sevilla, wohin ich mich ursprünglich beworben hatte. Schöne Stadt, reicher und Prunkvoller als Granada, aber dafür mehr "pijos", mehr Eingebildete, außerdem Stierkampf und Calor. In Granada lässt es sich ja immer noch ganz gut aushalten, aber in Sevilla versteht man das Prinzip der Siesta doch sehr viel besser. Außerdem teuer, Teller Hummus für 10 Euros und Brot extra, und wir kurz vorm Verhungern nach Ladenschluss hatten keine andere Wahl... Danach haben wir uns hauptsächlich von Brot, Oliven und Tortilla aus dem Supermarkt ernährt, dazu des Tages Gazpacho, des Nachts Vino. Was durchaus als Ernährungsweise nicht abzulehnen ist. Auch wenn ich mich langsam wirklich auf einen heimischen Backofen freue, um darin Kartoffelgratin zu machen...

Wir haben uns nicht überanstrengt und Besichtigung light unternommen. Plaza de España, ein Kulturmuseum, die Kathedrale samt Turmbesteigung und den Torre del Oro im Vorbeigehen angeguckt. Man kann sich aber bei soviel Sonne auch einfach nicht so viel bewegen. Dazu kam die schwierige Aufgabe, schöne UND bequeme Chinklas, Flipflops, für mich zu finden, weil ich in meinen Espandrills vom Chino einfach nichtmehr laufen konnte. Und anschließend war beschlossen, noch ein paar Tage in Malaga zu verbringen, also musste ein Bikini besorgt werden. Auch nicht so einfach.

Malaga dann, beziehungsweise Benagalbón, sehr schön, mit Sonnenbaden, Sandburgbauen und Wellenplanschen. All das zwei Tage lang, danach verließ uns die Sonne und schon wars wieder vorbei mit dem Calor... viel länger hätten wir es ohne Langeweile möglicherweise auch nicht ausgehalten, weil außer Meer und Sand und einem Supermarkt gibt es dort nicht viel, aber bis ich richtig "morena" bin, fehlt noch einiges... qué pena.


Montag, 31. Mai 2010

íOlé!

Nach mehreren Wochen mit deutschen Temperaturen klettern die Thermometer jetzt endlich in sommerliche Bereiche und die Nächte sind so lau, dass es nicht einmal mehr der Wolljacke bedarf. Nach diversen gesundheitlichen Tiefs bin ich wieder fit und unternehmungslustig und tatsächlich haben sich nach einer Phase immergleichen Alltags mit Uni und wenig erwähnenswertem Zeitvertreib wieder Dinge angesammelt, die mir des Berichtens würdig erscheinen.

So ist es langsam Zeit, ausführlicher auf den Flamenco einzugehen. Wär hätte gedacht, dass dieser Tanz, der so einfach und elegant aussieht, wenn die Profis tanzen, doch so kniffelig ist. Das mit der Eleganz würde ich mit einiger Übung vielleicht sogar hinkriegen, aber was die Lehrerin mit ihren Füßen gemacht hat, war so schnell, dass ich nicht einmal mit dem Gucken hinterherkam, geschweige denn mit dem Nachmachen. Nachdem ich eine Schnupperstunde genommen habe, habe ich mich dann doch eher auf das Anhören verlegt, und darin habe ich inzwischen schon einige Übung. Und Respekt vor den Interpreten, die wirklich gut sind. Denn es ist offenbar sehr schwierig, den melancholisch-mächtigen Klang zu erzeugen, der so typisch ist, und der einen so mitreißt, ohne dabei in unmelodiöses Geschrei auszuarten. Deswegen muss man ganz viele Konzerte anhören, damit eins dabei ist, das wirklich gut ist :)

Zum richtigen Senderismo ist es in letzter Zeit leider nicht gekommen, aber einige Ausflüge habe ich schon unternommen. Auf der einen Seite des Tals des Río Darro kann man etwa die Ruinen einer schönen alten Abtei sowie die Alhambra und die Stadt aus einer neuen Perspektive begutachten. Auf der anderen Seite, auf einer Hochebene deren Namen ich mir nicht merken kann, blickt man hingegen auf besagte Abtei nach der einen Seite, auf die Gipfel der Sierra nach der anderen Seite. Noch dazu kommt man auf dem Weg dorthin an dem riesigen Friedhof von Granada vorbei, der mit seinen zahlreichen verschiedenartigen Höfen und seiner schieren Größe für so eine kleine Stadt schwer beeindruckt. Ein Spaziergang über die Felder jenseits der Autobahn, die die Stadt nach Südwesten abgrenzt, war etwas enttäuschend, da keineswegs idyllisch, bot allerdings auch einen sehr interessanten Blick auf das ganze urbane Gebiet Granadas. 
Und dann die Alpujarras, die entzückenden kleinen weißen Dörfer auf der anderen Seite der Sierra. In schöner grüner Gebirgslandschaft kleben sie an den Hängen und leuchten im Sonnenschein. Aus zahlreichen Quellen sprudelt Quellwasser und läuft in Rinnen durch die steilen und engen Gassen, die keineswegs geteert sind, sondern vielmehr mit silbrig schimmernden Kieseln befestigt, die durch die dünnen Strohsohlen der Espandrills meine Füße massieren. Das mit den Strohsohlen war allerdings keine so gute Wahl für unseren Weg von einem Dorf zum andern, eng, steil, steinig, teilweise abgebrochen, dafür die hübschesten Ausblicke, Eidechsen, Mulis und Schafherden und nur gelegentlich eine britische oder deutsche Wandertruppe, die uns entgegenkam. Die Guiris = Touris sind ganz schön tontos, dass sie den ganzen Weg bergaufgehen, wenn man genausogut mit dem Bus rauf und zu Fuß runtergehen kann... im Bus übrigens lebhafte politische Diskussionen, an denen sich die halbe Reisegesellschaft beteiligt und von denen ich zwecks alpujarrennischem Dialekt nur die Hälfte verstanden habe. Aber gelegentlich erinnert das andalusische Temperament doch ein wenig an bayerische Stammtischgesellschaften.

Montag, 19. April 2010

Mañana España será republicana!

Lo siento mucho, irgendwann musste es ja so kommen: es ist mir nicht gelungen, den wöchtenlichen Blog-Rhythmus einzuhalten und die Welt zu Hause über meine Welt in Granada auf dem Laufen zu halten. Das lag allerdings nicht zuletzt daran, dass ein Stück der Welt zu Hause hire zu Besuch war: Walter, Elisabeth und Silvi haben mit mir zusammen eine Woche lang die Stadt unsicher gemacht. Im Prinzip haben wir alles rekapituliert, was ich bisher gebloggt habe. Tapas, Teterías, Hippieläden, Berge, Salsa, sogar Erasmusparty und Strand waren dabei. War eine schöne Woche, alles ist glatt gegangen, alle hatten Spaß und der Vulkan hat mit seinem Ausbruch brav gewartet, bis die drei wieder sicher zuhause waren. 

Außerdem bin ich in den Genuss spanischer Umwelterziehung gekommen. Mehr um Leute kennenzulernen, als mich groß über ökologisches Verhalten im Alltag informieren zu müssen, habe ich ein einem mehrtägigen Workshop zu eben diesem Thema teilgenommen. War insgesamt doch sehr bildend, wenn auch inhaltlich nicht viel Neues für mich dabei war, so habe ich doch mein spanisches Vokabular in diesem einem meiner Lieblingsthemen erheblich erweitern können (sostenibilidad - Nachhaltigkeit, gases invernaderos - Treibhausgase, huella ecológica - ökologischer Fußabdruck, cemetérios nucleares - Endlager u.v.m.) und auch interessante Bekanntschaften machen können. So waren unter den Teilnehmern Mitglieder von Greenpeace, mit denen ich am vergangenen Wochenende gleich nach Madrid gereist bin, um gegen den Anbau von Transgénicos, der in Spanien in großem Umfang praktiziert wird, zu protestieren. Eine nette Demo ohne problematische Zwischenfälle, allerdings sehr klein, dafür dass in ganz Spanien dazu aufgerufen worden war, und ohne sichtbare Medien- oder gar politischer Wirkung... aber die Stimmung war gut.

Während der Greenpeace-Bus gleich anschließend zurückgefahren ist, bin ich mit Gabri, der mich nach Madrid begleitet hat, noch einen Tag länger geblieben. Ich, um etwas mehr von der Stadt zu sehen, er, um Freunde zu besuchen. Nach einer sonnigen Erholungspause im Parque del Retiro haben wir diese auf eine zweite Demo begleitet, diesmal für die spanische Republik. Hier war ich allerdings mehr aus Neugier dabei als aus Überzeugung, und auch die Parolen habe ich nicht mitskandiert (im Titel sind sie lediglich zu illustrativen Zwecken verwendet ;) Insgesamt war diese Veranstaltung nicht ganz so bunt und locker und die Musik (die Internationale) nicht ganz so schön wie die Sambagruppen bei den Ökos, aber so kam ich immerhin in den Genuss einer Tour durch die Innenstadt.
Nach einem Cafébesuch in einem besetzten Altstadthaus mit Klamottenbörse und urbanem Gartenprojekt ging`s auf ins madrilenische Nachtleben. Dabei schloss ich Bekanntschaft mit "Calimocho" - einer weiteren Variante vergewaltigten Rotweins. Während man in Granada "Tinto de Verano" trinkt, Wein mit Fanta, wird in Madrid mit Cola gemixt. Beides eigentlich gute Ideen, um zu verbergen, dass die Getränkebasis - der Rotwein - einem modrigen Pappkarton entstammt...

Mehr Kultur gab es dafür am Sonntag beim Besuch des Museo del Prado. Ohne viel von Malerei zu verstehen kann man sich hier doch jedenfalls von der Masse der Werke beeindrucken lassen. Und auch wenn man sich mit den geradezu im Übermaß ausgestellten Gemälden mit religiöser und historischer Thematik nicht sofort anfreunden kann, trifft man doch im ein oder anderen Saal auf hübsche Landschaftsansichten oder orientalische Mosaikarbeiten. Und wenn man will, kann man bei nährem Hinsehen auch in El-Bosco-Arbeiten gewisse psychodelische Züge erkennen :)

Dienstag, 6. April 2010

Semana 7: Murciélagos y Fantasmas multicolores

Dies wird ein gruseliger Blogeintrag, denn er handelt von Fledermäusen und dem Kukluxklan..... richtig, es geht um die Semana Santa, die spanische Osterwoche. Das bedeutet in etwa folgendes: die Stadt füllt sich nach und nach mit Touristen. Das beginnt mit auffällig vielen deutschen, englischen und französischen Stimmen in den Straßen und endet am Osterwochenende in der Unpassierbarkeit einiger der engen Gassen. 
¿Warum?, mag man sich da fragen - allein weiß ich keine einleuchtende Antwort darauf. Denn so furchtbar spannend fand ich die Prozessionen auch nicht und das Menschengewimmel mit dem dazugehörigen Müllaufkommen in den Straßen mutet mir eher ein bisschen asqueroso an.

Beim ersten Mal war ich ja noch beeindruckt, dass die 20-30 Männer, die, hinter wallendem Samt versteckt und in völliger Dunkelheit unter dem Altartisch die Marien- und Christusstatuen tragen, nicht ständig über ihre eigenen Füße fallen. Dass die Baldachine über besagten Götzen von den unzähligen Riesenkerzen kein Feuer fangen, dass die verschiedenfarbigen Druidengespenster sich nicht vor sich selbst fürchten und die Marchingbands, immer das gleiche melancholische Trauerlied spielend, ohne eine Miene zu verziehen hinter dem Tross herwackeln.

Aber so eine ganze Prozession zieht sich schon eine gute Weile hin, und wenn alle Beteiligten am Zuschauer vorbeidefiliert sind, hat sich bei diesem schon längst eine gewisse Ermüdung eingestellt. Además ist jeder Zug mehr oder minder ähnlich. Nicht nur die Musik, auch die Statuen werden während der Woche mehrfach recyclet.

Ich bin dem ganzen Wahnsinn dann kurzerhand entflohen und hab mich mit meiner Ornithologie-begeisterten Natur- und Bergfreundin Rike nochmal in die Sierra verirrt. Diesmal bei strahlendem Sonnenschein, mit Steinböcken und Gipfelbesteigung. Auch im Park lässt es sich bei der aktuellen Wetterlage mit spanischer Poesie und meinem Meditationsbuch ganz gut aushalten. Und Ostern habe ich unter Deutschen (nachdem alle Spanier ausgeflogen waren) mit Osterbrunch und Eiersuchen verbracht. Bilder folgen demnächst...

Und die Fledermäuse? Die fliegen schon um die Häuser, in der Abenddämmerung und mitten in der Stadt. Wie im Sommer. Me encanta.

Montag, 29. März 2010

Semana 6: Tortilla Española

Lamentablemente gibt es keine Fotos diese Woche - stattdessen will ich versuchen, gustatorische Eindrücke zu vermitteln, da die letzten Tage hauptsächlich kulinarisch interessant waren :) Als da wäre die spanische Tortilla, deren Herstellung ich beiwohnen konnte: Nachdem ich zunächst Wasser für die Kartoffeln aufgesetzt hatte, wurde ich sogleich von meinem spanischen Kommilitonen zurechtgewiesen - die Patatas werden nicht in Wasser gegart, sondern in Olivenöl, und dessen in großen Mengen. Das wird nachher abgegossen und über die Kartoffeln kommen verquirlte Eier. Das Resultat sind eine mittelgroße Schweinerei in der Küche und ein leckeres (ovo-)vegetarisches Schmankerl auf dem Teller.

Weiterhin habe ich meine bei weitem unübertroffene Lieblingslokalität entdeckt: das El Piano in der Calle Gran Capitan, das neben LOHAS-Produkten auch ökologisch korrekte Speisen zum Mitnehmen in einer Palmenblattschale anbietet. Soweit habe ich probiert: bunten Salat mit Orangensalsa, Falafel mit Knoblauchsoße, mexikanische Bolas unbekannter, aber leckerer Füllung und gelbes Maismehl-Polenta-Etwas mit Gemüse. Dazu Wellnessdrinks in Glasflaschen mit Kräutern deren Namen ich nicht kenne. Mariposa!

Und dann natürlich der Tee. Meine zweitliebste Straße ist die Carcél Caldeira Nueva, die ins Albaicin hinaufführt und zahlreiche Teterías beherbergt. Ich trinke dort regelmäßig Té Pakistani, Schwarztee mit Zimt, Nelken, Kardamom und Milch, sobresaliente. Die herausragendste Teestube findet sich aber dort, wo die Stadt aufhört und das Niemandsland anfängt (oder, wie Val del Omar sagen würde, dessen Gedichten ich kürzlich begegnet bin: en la eterna frontera de la noche a la mañana - el lugar del encuentro con la piedra con el agua...)

Läuft man am Albaicín vorbei weiter ins Tal des Río Darro und steigt man dort den Sacromonte hinauf, findet man zunächst die Behausungen von Gitanos (Zigeunern), Streunerkatzen, illegalen Einwanderern und Aussteigern - teils ordentliche weißgetünchte Häuser mit Dachterasse, teils nur eine mit wenigen Ziegelsteinen ausgekleidete Höhle im Berg, oder auch nur ein Sofa unter freiem Himmel. Wenn man auch diese hinter sich lässt, die über allem thronende Kapelle San Miguel erreicht und ein Pinienwäldchen passiert, trifft man nicht nur auf eine atemberaubende Aussicht auf die Sierra, sondern auch auf besagte Tetería. Der Tee kostet hier 70 Cent, man sitzt auf wild zusammengewürfelten niedrigen Stühlen zwischen witzigen Artesania-Skulpturen, die stark an Beschreibungen aus dem Hitchhiker's Guide erinnern und im Hintergrund spielt ein langhaariger Latschenträger Bouzouki, ein mandolinenartiges Saiteninstrument mit melancholisch-anmutigem Klang... ich mag Granada.

Montag, 22. März 2010

Semana 5: íHola Primavera!




Ich könnte diese Woche von der Sonne schreiben, von Frühling und Kirschblüten, von der Schönheit des Albaicíns und von Tapas, von meinen Fortschritten im Sprechen und Verstehen, aber ich will mich auch nicht ständig wiederholen :) Sollen die Bilder davon sprechen: endlich - ein Alhambrafoto mit Bergen im Hintergrund, ein Blütengeschmücktes Portal nahe des Miradors San Nicolas und eine Aussicht, die sich auf unserem Bergspaziergang am Wochenende bot. Andere Leute hätten das mit anderem Equipment vermutlich besser einfangen können, aber ich versichere, dass es atemberaubend schön war.

Meine erste Wanderung begann in Monachil, etwa eine halbe Busstunde von Granada entfernt, und war schonmal estupendo. Nicht dass wir uns wahnsinnig verausgabt hätten - am Tag zuvor hatte die "Fiesta de Primavera" gewütet - aber selbst die 3 Stunden Weg waren schon überaus abwechslungsreich: von Schluchten mit Wildbächen und wackeligen Hängebrücken und Felsüberhängen über dem Weg, die uns auf alle Viere zwangen, durch karge Steinwüsten mit niedrigem Macchiabewuchs und herrlicher Kräuterfauna durch einen weiten Olivenhain, der gerade im Begriff war, von einer enormen Ziegenherde (bewacht von einem echten cabrero - olé!) verspeist zu werden, war alles dabei. Herrlich. 

Außerdem hatte ich meine erste Flamenco-Tanzstunde. Oder besser gesagt, Sevillanas, da gibt es offenbar einen Unterschied, der sich meinem Laienauge allerdings nicht erschließt. War höchst chaotisch und ich kann nicht behaupten, die Essenz dieses Tanzes erfasst zu haben... hingegen freunde ich mich mehr und mehr mit der Flamencomusik an. In einer Session vor der Fakultät am Dienstag (irgendwer hat immer eine Gitarre dabei) habe ich gelernt, "Volando voy" zu singen; zumindest den Text, an spanischer "Intonation" und Lautstärke beim Singen muss ich noch arbeiten... das hat nämlich nichts mit meiner klassischen Ausbildung zu tun :D

Eine traurige Erkenntnis hatte ich am Mittwoch, als ich das "Centro de Educación Ambiental" besuchen wollte, um mich über Ökoarbeit und Partizipationsmöglichkeiten zu informieren - nur um zu erfahren, dass das Zentrum geschlossen ist. Por crisis. Um den Frust zu bewältigen, musste ich erstmal einen langen Spaziergang unternehmen - für gewöhnlich bereitet es mir große Freude, mich im Albaicín zu verlaufen. Meine Meditationen dabei ließen mich allerdings auch nicht verstehen, warum por crisis nicht zuerst die Trashdiscos oder das Botellóndromo geschlossen werden. Dazu die passende Vokabel: suspirar - seufzen.

Dienstag, 16. März 2010

Semana 4: Coger color y ponerse moreno




Juhu, ich kann Bilder hochladen! Von oben nach unten: Blick aus meinem Fenster auf schönes Wetter, einer der viel besungenen Orangenbäume und Kati nebst dem Eingang ihres Wunschdomizils im Albaicín.

La leche... Und schon ist ein Monat vorbei, die Zeit vergeht im Fluge.

So langsam kehren Normalität und Routine ein, alles ist schon nur noch halb so aufregend. Auch, weil ohnehin alles gut läuft, weil es hier in Spanien einfach keine Probleme gibt, es decir, dass nichts zum Problem gemacht wird. Die vergangene Woche hat mir vor allem eine Lektion im spanischen Lebensstil erteilt, en particular, la Siesta. Man verbringt sie, jetzt wo es tagsüber schon warm wird, auf den sonnigen Stufen vor der Fakultät. Da das alle tun, die noch auf abendliche clases warten, ist das eine gesellige Angelegenheit. Und verführt schwer al non-trabajar.

Darum bin ich auch in eine besonders schwere spanische Prokrastination verfallen, wodurch sich das Schreiben meiner letzten Hausarbeit für das vergangene Semester über die ganze Woche hingezogen hat wie zäher Kaugummi. Bloß dass man davon keinen frischen Atem bekommt, sondern vielmehr ein faulig schlechtes Gewissen. Ojalá gibt sich das daheim wieder. Immerhin gibt es da kein Albaicín, keine Tapas, und nicht jeden Abend irgendeine Soße, zu der man hingehen könnte, das lässt schommal hoffen.

Niccolo durfte entretanto auch schon ans Licht. Mit Pablo, dem Pianisten hat, er ein bisschen Piazzolla gespielt, mit Gabri stümperhaft zur Gitarre improvisiert und in der Wohnung ein wenig mit Glasounov geübt, als die Jungs außer Haus waren, es ist hier einfach wahnsinnig hellhörig. Er macht das ganz fein, aber ein wenig bin ich meiner Fingerfertigkeit doch verlustig gegangen.

íViva el Genitiv! - beim Tandemsprechen lern ich ganz nebenbei ziemlich chulo Sachen über meine Muttersprache. Nie hätte ich gedacht, dass es más o menos 50 Präpositionen gibt, die den Genitiv verlangen!
Nachdem das Sprechen inzwischen kaum mehr Probleme darstellt, übe ich jetzt vor allem Hörverstehen, denn die Spanier im Bus, entre ellos, und einige Profesores reden immer noch in Zungen für mich. Hab mir massenhaft Musik von Ska P und Enrique Morente, dem großen canta'or de Flamenco geben lassen und mir vorgenommen, ein Gedicht von García Lorca zu analysieren, dass Morente mit Largatija Nick, einer hier weithin bekannten Rockgruppe vertont hat.

Largatija bedeutet übrigens Eidechse, que me encanta, und von diesen hab ich auch schon zwei gesehen. Es wird Frühling!

Samstag, 6. März 2010

Semana 3: Maldiciones vs. Mariposas

Harry Potter und ich arbeiten fleißig an meinem Vokabular, und es macht mir große Freude, Wörter wie "no obstante" oder "vicio" in meine Alltagskommunikation einzuflechten, bunt gemischt mit "mear" oder "maripolla" (eigentlich "mariposa" - nur kann ich mir das nicht merken; sehr zur Belustigung meiner Gesprächspartner - "polla" bedeutet was ganz 

Unanständiges :). Unterstützung bekomme ich dabei von Gabri, einem überaus sprachbewussten Kommilitonen, der geradezu in Verzückung geriet über meinen kühnen Wunsch, demnächst mal die Lektüre des Don Quijote zu versuchen. Unterdessen fallen mir immer wieder Unzulänglichkeiten beider Sprachen auf. So gibt es im Spanischen beispielsweise weder einen vernünftigen Ausdruck für "sich auf etwas freuen", noch wird unterschieden zwischen "Wissen" und "Erkenntnis. Dafür differenziert es im Gegensatz zum Deutschen mindestens 4 Bedeutungen von streng und kennt ebensoviele verschiedene Wörter für Eimer :)

Obwohl ich mich mit geduldigen Spaniern und anderen Austauschstudenten inzwischen problemlos unterhalten und - unter Zuhilfenahme oftmals waghalsiger Umschreibungen - einigermaßen profunde Gespräche führen kann, habe ich in einigen Vorlesungen doch noch Probleme mit dem Verständnis. Die rasante Sprechweise machen die Dozenten allerdings mit überschwallender Freundlichkeit wett, so dass ich durchaus Hoffnung habe, dass ich hier auch akademisch was reißen kann.

Mein Lieblingstag diese Woche war der Donnerstag. Da wurden 300 eigentlich für Studiengebühren eingeplante Euros frei, die ich jetzt aber doch nicht entrichten muss. Das eröffnet ganz neue Perspektiven auf  Skifahren, Reisen und das Verspeisen großer Mengen von Tapas... Dann kamen die Ergebnisse vom Einstufungstest für den Sprachkurs: Nivel 8 von 9, "Superior". Und schließlich habe ich erfahren, dass ich sehr kurzfristig einen Platz für einen Tagesausflug nach Córdoba bekommen habe - sehr schön, die Mezquita monumental und nach Abzug des Regens insgesamt ein schöner Trip.

Auch in Granada habe ich derweil weitere Orte erkundet: das Kino, eine ganze Straße voller gemütlicher, arabisch dekorierter Teterías, den  Ramschmarkt (schwere Versuchung für Konsummoral und Gewissen), zwei urgemütliche Jazzclubs und eine Bar mit Flamencospektakel sowie das Botellóndromo, wo die granadinische Jugend des nachts zum Saufgelage unter freiem Himmel zusammenkommt; psychologisch wie  soziologisch hochinteressant. 

Ein wenig fehlt mir bisher dieUmweltarbeit, und es juckt oft in meinen Fingern und die Jatropha-Samen in meiner Jackentasche schreien nach etwas Guerilla Gardening. Es gibt hier zwar Mülltrennung, relativ viel Grün und gelegentlich Ökopapier, aber die Straßen sind einigermaßen dreckig, der Verkehr ist dicht, laut und stinkig, alles wird ungefragt in Plastiktüten  gesteckt, aus den Wasserhähnen kommt Chlorbrühe und Trinkwasser gibt es nur im Kunststoffbehälter. Hier hilft kein "No te preocupes", in solchen Dingen sind wir daheim schon etwas weiter. Obwohl die spanische Unbeschwertheit schon etwas für sich hat. Und auch in Sachen Offenheit und Lebhaftigkeit noch dazulernen. Alles nicht so einfach... ich werde weiter darüber nachdenken.

Montag, 1. März 2010

Semana 2: No te preocupes.

Resumée der ersten Uniwoche. Der erste 
Kurs, den ich mir ausgesucht hatte, war 
gleich mal ziemlich desaströs. Die 
Dozentin sprach leise, schnell und
andalusisch, ich konnte lediglich hier und 
da ein Wort aufschnappen, aus dem ich 
erahnen konnte, dass der Kurs inhaltlich 
doch nicht so spannend war, wie ich mir 
das vorgestellt hatte. Wurde also gleich 
vom Stundenplan gekickt. Aufkeimende 
Bedenken, dass ich mit der Sprache im 
Unialltag doch nicht so zurecht komme, 
wurden von den anderen mit dem 
allgegenwärtigen "no te preocupes" 
abgetan. Mach dir keine Sorgen - eine sehr 
wichtige Vokabel. Andere Kurse waren auch 
durchaus verständlicher, einige Profs 
arbeiten mit Powerpoint, das in meinem 
Falle tatsächlich unterstützend wirkt. Und 
schon am dritten Unitag verstand ich bei 
einigen Dozenten schon nahezu jedes Wort. 

Auch meine Akkomodation an den spanischen 

Alltag schreitet voran. Meine Kurse liegen 
praktischerweise alle im Zeitraum von 12 
bis 21 Uhr, so dass man bequem das 
Frühstück auf den Vormittag legen, gegen 
16 Uhr ein Bocadillo verspeisen und nach 
der Uni richtig kochen oder zum Tapasessen 
ausgehen kann. Das ganze wird abgerundet 
mit dem ständigen Verzehr von "Rebuenas", 
den hiesigen Doppelkeksen, die fast besser 
schmecken als Prinzenrolle, und das will 
schon was heißen.

Und auch diese Woche habe ich wieder eine 

Menge neuer Bekanntschaften gemacht, 
schließlich gibt es auch an der 
Psychologiefakultät massenhaft 
Austauschstudenten, die sich meistens auf 
der Aussichtsterasse der Cafetería 
aufhalten, und mit denen man leicht ins 
Gespräch kommt. Wir waren dann auch gleich 
wieder Salsatanzen in einer unglaublich 
stilvollen Salsabar, spazieren im Albaicín 
(wo ich die Ecotienda gefunden habe - 
leider während der Siesta) und auf der 
Alhambra; auf mehreren Erasmusparties 
(unter anderem in einer sehr hübschen, 
musikalisch allerdings fragwürdigen 
Panoramadisko), in einem Underground-
Rockschuppen und auf einer Hippiefete mit 
Gitarrenmusik und Freistilflamenco. Das 
Nachtleben ist wirklich sehr vielseitig. 
Selbst wenn man sich auf Tapasessen 
beschränkte, so würde doch vermutlich mein 
Aufenthalt hier nicht ausreichen, um alle Tapasbars 
einmal auszuprobieren.

Unterdessen habe ich dann auch nach Elenas 

Abreise mein Zimmer hier bezogen, mich mit 
dem Warmwassersystem und dem Gasherd 
vertraut gemacht, eine Kakerlake aus dem 
Fenster befördert und gelernt, was 
Stromausfall heißt (apagón). "No te 
preocupes" ist auch hier die Devise...

Montag, 22. Februar 2010

Semana 1: El descubrimiento de mi misma-eficacia

Juhu, ich kann Blogs erstellen!

Die erste Woche hier in Granada war eine 
einzige Erkenntnis meiner 
Selbstwirksamkeit. Wer hätte gedacht, dass 
ich soviele Dinge alleine kann? Und wie 
wäre ich selbst je dahinter gekommen, wenn 
ich nicht hergefahren wäre?

Alle immanent wichtigen Dinge hab ich 
gleich in den ersten Tagen erledigt und 
war unheimlich stolz drauf: spanische 
Handynummer besorgen, damit nach einer 
Wohnung suchen (und finden), Sozialisation 
beginnen (auch dazu ist neben einem 
Facebookaccount eine Handynummer unerlässlich).


Hier das Ergebnis meiner Heldentaten:Handynummer: +34 693494130
Adresse: Vía Santa Clotilde 43 - 6b, 18003 Granada

Daneben hatte ich auch ein bisschen Zeit, 
mir diese hübsche Stadt anzusehen. Gleich 
auf der Busfahrt vom Flughafen war die 
Vegetation (Orangenbäume und Palmen!) nach 
dem verschneiten München Balsam fürs 
Gemüt. Okay- richtig warm ist es hier auch 
noch nicht und durchaus regnerisch, aber 
wenn die Sonne rauskommt, lässt sich der 
Sommer schon richtig erahnen. Anschließend 
auf der langen Suche nach dem Hostel hatte 
ich schonmal Gelegenheit, die Innenstadt 
mit ihren kleinen bis winzigen Gassen bei 
südländisch in orange gehaltener 
Beleuchtung zu begutachten, auch wenn ich 
bei den vielen Kilos Gepäck erstmal wenig 

Sinn dafür hatte.


Am nächsten Tag lief das schon besser, 
beim Zimmerbegutachten kam ich auch viel 
rum, und war begeistert von Churrerías, 
Hippieläden, Stoffgeschäften und 
Fachgeschäften für Flamencobekleidung. 
Auch interessant sind die vielen Chino-
Läden, in denen man für sehr wenig Geld 
sehr viele Dinge erwerben kann, die man 
eigentlich nicht braucht. Mit dem Gedanken 
an chinesische Sweatshopkinder und den 
typischerweise umweltfeindlichen 
Produktionsmethoden solcher Ware ist es 
mir allerdings bisher gelungen, mich von 

übermäßigem Konsum abzhalten.


Die Uni Granada behauptet von sich, die an 
Austauschstudenten reichste Universität 
Europas zu sein, und so kommt man kaum 
umhin, sich am regen Erasmusleben zu 
beteiligen. Es ist somit auch 
soziophoben Menschen wie mich ein 
Leichtes, Anschluss zu finden. Mit der 
ersten Ziehung von Freunden, die ich auf 
der Uni-Infoveranstaltung kennengelernt 
habe, bin ich schon ganz zufrieden, wir 
waren jeden Tag zusammen auf Achse, Tapas, 
Tapas, und Tapas, im Museum Parque de las 
Sciencias, Tapas, im Comedor 
Universitario, Tapas, WG-Einweihungsparty, 
Salsatanzen, Churros und Tapas. Die 
Churros sind großartig, bei den Tapas muss 
man adleräugig darauf achten, dass man 
auch ein paar Vegetarische abkriegt. Und 
im Comedor bleibt einem nichts anderes 

übrig, als das Fleisch auszusortieren.


Mein Spanisch macht sich bisher ganz gut, ich kann Konversationen zumindest bis zu einem Gewissen Grad an Tiefe ohne 
Zuhilfenahme von anderen Sprachen oder 
Pantomime führen. Ich werde auch mit jedem 
Tag sicherer und mit meinen Spanish-only-
Mitbewohnern, dem Pianisten Pablo, mit dem 
ich zum Spielen verabredet bin und dem 
Psychologen Gabriel, der sich als 
Tandempartner angeboten hat, hoffe ich 

mein Spanisch noch weiter zu verflüssigen.

Was ich bisher noch nicht geschafft habe, ist in's Albaicín zu schauen. Und 

wahrscheinlich habe ich deswegen noch so wenig Hippies getroffen. Auch hatte ich noch keinen richtigen Blick auf die 
Alhambra, und auch den Ökoladen hab ich 
noch nicht besuchen können - aber ich bin 
ja noch ein paar Monate hier. Continuará 
:)